[Hardware] Die Größe machts – Neues Case

[Hardware] Die Größe machts – Neues Case

Wer schon mal versucht hat, zwei Grafikkarten in ein Midi-ATX Gehäuse zu bauen, kann sich gut vorstellen, was das für ein Krampf ist, alle Stromkabel, Festplatten und sonstige Datenkabel halbwegs vernünftig zu verlegen.

Beide Karten haben Platz

Beide Karten haben Platz

Wie schon vor langer Zeit berichtet habe ich auch das durch gemacht und eine NVIDIA 670 und 460 jeweils in der GTX OC Windforce Variante von Gigabyte verbaut. Und in einem so kleinen Gehäuse war das kein Zuckerschlecken. Bereits die 670 blockierte nicht nur zwei Rückblenden des Gehäuses sondern auch zwei Slots für 3.5 Zoll Festplatten. Weshalb ich diese dann in einen 5.25 Zoll Schacht eine 2.5 Zoll SSD einbauen musst – mit einem Adapter 2.5 Zoll auf 3.5 Zoll und einem von 3.5 Zoll auf 5.25 Zoll. Nach dem das Problem gelöst war blieb noch die zweite GTX. Da die 460 zum Glück um einiges kürzer ist, macht diesmal die Länge keine Probleme, allerdings waren die Lüfter dann knapp 2cm über dem Boden des Gehäuses. Genau dort mussten aber USB und Audio von der Gehäusefront verlegt werden. Beim ersten Starten gab ein lautstarkes Rattern Auskunft darüber, dass Kabel und Lüfter etwas mehr Abstand brauchten.

Mögliches Nachrüsten von Festplatten oder anderen Laufwerken war also jetzt schon nicht mehr wirklich möglich. Abgesehen davon hatte ich wohl nicht wirklich eine optimale Luftströmung innerhalb des Gehäuses. Also musste auch hier etwas beschafft werden, das ein klein wenig mehr Platz bietet.

Und das Ergebnis der meiner längeren Suche war ist das “Venom Toxic“, ein Gaming Big-Tower in Schwarz-Gelb von Akasa. Mit einer Höhe von 62cm zwar noch ein kleinerer Big-Tower, aber wie ich finde für eine Zwecke genau richtig.

komplette Innenansicht

komplette Innenansicht

Ausgestattet mit 2xUSB 2.0 und Audio Ein- bzw. Ausgängen trifft man auch noch auf 2xUSB 3.0 und eSATA an der Gehäusefront. Darüber hinaus noch zwei Lüftersteuerungen für jeweils bis zu drei Lüfter. Auch im Inneren findet man genug Platz. Grundsätzlich lassen sich alle Kabel hinter dem Mainboard verlegen, zum einen wirkt alles sehr aufgeräumt, zum anderen kann Luft ungehindert ein und aus strömen. Mit je sechs 5.25 Zoll und 3.5 Zoll Schächtet bietet das Venom Toxic auch genug Platz für Laufwerke. Hierbei sind die 5.25 Zoll Schächte mit Schnellmontage versehen, es muss also nichts geschraubt werden. Für die 3.5 Zoll Laufwerke sind Montageschienen vorhanden, die durch seitliche Montage sehr einfach zu verwalten sind. Je nach Steckertyp (vor allem Strom) sollte man aber probieren, ob alle Stecker ohne Probleme passen. Für meine SSD musste ich einen Slot nach unten Platz lassen, um die Stromversorgung problemlos an zuschließen. Generell aber ein sehr einfaches und gut durchdachtes Prinzip, was man auch in allen aktuellen Gehäusen findet.

Frontlüfter mit weißen LED

Frontlüfter mit weißen LED

Die drei schon vorinstallierten Lüfter an der Rückwand, Oberseite und Front sind auf Grund ihrer Größe von 140mm in der Rückseite und 230mm für Vorder- und Oberseite sehr leise. Der vordere Lüfter ist mit vier weißen LEDs bestückt, was im eingeschalteten Zustand leicht durch die Gitterwaben der Front durch scheint – ein nettes Feature. Weiterhin bietet das Gehäuse zahlreiche Möglichkeiten zur Montage weitere Lüfter, entweder im Boden oder an der Seite, wo bis zu vier zusätzlich Lüfter angebracht werden können. Für den Lüfter des Netzteiles im unteren Bereich des Cases bzw. den weiteren optionalen Lüfter im Boden, sind bereits Staubfilter verbaut – sehr praktisch.

Für Mainboards bis zu XL-ATX sind alle benötigten Halterungen und Schrauben vorhanden. Allgemein fällt das Zubehör vernünftig aus, lediglich dass sämtliche Schrauben ungeordnet in einer kleinen Tüte sind ist etwas nervig, auf der Suche einer bestimmten. Durch die stämmige Breite von 23.2cm und meinen kleinen CPU-Kühler wirkt dieser jetzt etwas mickrig – im Vergleich zum gesamten Gehäuse und den zwei Grafikkarten. Aber für mehr als genug Kühlung sorgt er trotzdem. Wem das nicht reichen sollte, vier Schlauchdurchführungen für Wasserkühlung und genug Platz bietet das Gehäuse, um auch hier auf zurüsten. Was Verarbeitung angeht habe ich keinerlei Probleme oder Mengel gefunden.

Kurz gesagt, ich bin mehr als zufrieden und kann das Gehäuse auf jeden Fall jedem empfehlen. Für knapp 120 Euro zwar nicht das billigste, aber dafür bekommt man ein qualitativ sehr hochwertiges Gehäuse mit viel Platz und Möglichkeiten zur Individualisierung.

Ein Dank geht auch an Caseking.de für die Gummibärchen im Paket 😉

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